Buch des Monats März 2008

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Der Jugendroman „Michelles Fehler" von Martina Wildner, der 2006 im Bloomsburg Verlag erschienen ist, hat mir gut gefallen. Das Buch hat 280 Seiten und enthält weiters ein „Kleines Fehlerlexikon", in dem die Fachwörter genau erklärt werden. 
Im Buch geht es um ein 14-jähriges Mädchen namens Michelle, die einen Dienstag voller Pleiten, Pech und Pannen vor sich hat. Alles beginnt damit, dass Michelle am Morgen des 15. März 2005 verschläft und die falsche Kleidung wählt. Als sie sich in der Schule auch noch schlechte Noten einfängt und erneut Zielscheibe für Lydias gemeine Angriffe wird, beschließt sie kurzerhand den Unterricht zu schwänzen und in die Stadt zu gehen. Dies war der Anfang einer langen Fehlerkette. Michelle lügt, klaut, verursacht einen Sachschaden und bringt sich immer mehr in Schwierigkeiten. Ihre Methode sich das Leben in den unterschiedlichsten Situationen mit abzählen und rechnen einfacher zu machen, funktioniert nicht.

Insgesamt begeht sie an diesem Tag 85 Fehler. Dass hinter all dem Pech und den Fehlern ihr persönlicher „Schutzengel-Sachbearbeiter" Schmidt vom Fehlerberechnungsamt steckt, ahnt Michelle natürlich nicht und schon gar nicht, dass Schmidt pubertierende Jugendliche hasst und deshalb alles versucht um seinen neuen Fall wieder los zu werden ...
Die Autorin neben der realistischen Hauptperson eine zweite Handlungsebene aufgebaut. Diese spielt im Fehlerberechnungsamt (FBA) mit dem Sachbearbeiter Schmidt, der Michelles Lebenslauf überwacht und manipuliert.

Was mich an dem Buch gestört hat war, das manche Dialoge sehr hölzern und trocken wirkten z.B. wenn Michelle mit ihrem Vater spricht (z.B. „Michelle, auf lange Sicht gewinnt nicht die Bank. Auf lange Sicht gewinnt der Tod."), solche Gespräche wirken auf mich ziemlich humorlos. Auch enthält das Buch wenige überraschende Wendungen, somit sind manche Geschehen schon vorhersehbar.
Allerdings werden in diesem Roman mehrere Themen angesprochen wie Mobbing an der Schule und Scheidung.
Ich würde das Buch vor allem Mädchen empfehlen, die sich im Alter zwischen 12 und 15 befinden und sich oft missverstanden fühlen.

Pressestimme zum Buch: In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung" wird Martina Wildner als „Metaphysikerin" der Jugendliteratur gefeiert und gespannt gefragt, ob sich ihr dritter Roman nicht vom Geheimtipp zum Jugendbuch-Bestseller entwickelt. Diese Frage kann aus oben genannten Gründen sicher verneint werden. Oder um im Bild zu bleiben: Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Buch großen Anklang finden wird, liegt nahe bei null.

Lieblingsfigur: Michelle ist meine Lieblingsfigur, denn ich finde sie ist sehr intelligent und interessant. Sie reagiert auf die verschiedensten Sachen meist anders als man es erwartet. Weites kann ich mich sehr gut in sie hinein versetzen, allerdings hat sie einen Mathematikfimmel und versucht alle zu quantifizieren und auszurechnen.Autor: Martina Wildner

Lieblingstextstelle:
M wie Messungenauigkeit
I wie Idiopathischer Kleinwuchs
C wie Curtz, Alfons
H wie Hamburg
E wie Erröten
L wie Lila Anorak
L wie Lydia Lamprecht
E wie E-Mail.

So buchstabierte Michelle ihren ungeliebten Namen.
Man konnte meist nichts daran ändern, welcher Name im Personalausweis stand. Aber man konnte durchaus etwas daran ändern, wie man genannt wurde. (...) Der Name Jessica war mindestens ebenso hässlich wie der Name Michelle, doch Jessica wurde von niemandem Jessica genannt. Nur von den Lehrern, aber Lehrer zählen nicht. Jessica wurde JJ genannt. Das sprach man englisch aus, Dschäi-Dschäi also. Dschäi-Dschäi war sechzehn, Klassensprecherin und rauchte Pall Mall.
Michelle war Michelle und bekam schon in einer verrauchten Kneipe Hustanfälle. Ihr Name war (...) ein Fehler, der jeden Tag von neuem das Leben erschwerte.


Titel: Michelles Fehler
Verlag: Bloomsbury
Erscheinungsort: Berlin
Erscheinungsjahr: 2006
Seitenanzahl: 280

 

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