Zur Fotografie eines Konfirmanden

lyrik.jpg Viel Lob gab es für eine besonders gelungene Interpretation des Gedichts "Zur Fotografie eines Konfirmanden" von Erich Kästner. Stephanie Weiss, Schülerin der Klasse 2 A-EU, hat sich mit den lyrischen Werken des Deutschen Autors (1899-1974) intensiv auseinandergesetzt.
 
  
 
 
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Die Gedichtinterpretation von Stephanie Weiss


Der Autor des berühmten „Fliegenden Klassenzimmers" hat neben Kinderbüchern auch Gedichte verfasst. „Zur Fotografie eines Konfirmanden" ist einer von Erich Kästners lyrischen Texten. Wie der Titel bereits erahnen lässt, beschäftigt der Großteil des Gedichtes sich damit, sowohl die äußere Erscheinung als auch die inneren Vorgänge des Konfirmanden zu beschreiben. Dieser begeht mit der Konfirmation den Übertritt zum Erwachsenenleben und fühlt sich ziemlich unwohl in seiner neuen Rolle.

Ich glaube, dass der Autor mit der Beschreibung dieser Fotografie den Wechsel von der unbeschwerten Kindheit zum verantwortungsvollen Leben eines Erwachsenen hervorheben will und den Verlust der Kindheit sogar etwas betrauert.

Der Titel des Gedichtes ist sehr formell und erklärt den großen Anteil an Beschreibungen im Text, der sich aus fünf gleichmäßigen Strophen zu jeweils vier Versen zusammensetzt. Die Sprache des Autors ist dabei sehr gewählt und wirkt fast schon edel. Dies verstärkt jedoch die Wirkung seiner Worte, die er geschickt einzusetzen weiß. So lässt ein im gesamten Gedicht vorkommendes Kreuzreimschema die Strophen flüssig erscheinen und zahlreiche Anaphern („Er...er" V. 5-7, 9+10, 17+18) runden das Gesamtbild ab.

Im Text kommt auch ein Binnenreim („hört sein Herz mit Hämmern..." V. 9) vor, der gleichzeitig eine Personifikation und eine Metapher darstellt. Bedeutungsübertragungen, in denen dem Konfirmanden „die Zukunft in den Knochen liegt" oder „die Kindheit stirbt", finden sich eine ganze Reihe (V. 9, 11, 15, 20). Sie sind es auch, die durch ihre Raffinesse den Inhalt des Gedichtes verdeutlichen und die Situation der Hauptperson erläutern. Man versteht die Schwierigkeiten, Ängste und auch das Unbehagen, die eine Veränderung mit sich bringen ebenfalls durch zwei Vergleiche (V. 3, 12) sehr gut.

Die Veränderung beginnt in diesem Fall mit der Konfirmation. Von einem Moment auf den anderen wird vom Jüngling ein anderes Verhalten erwartet und es wird ihm klar, dass die unbeschwerte Zeit der Kindheit endgültig vorbei ist. Dies löst Unsicherheit in ihm aus und, wie im Gedicht beschrieben, steht er „dazwischen und daneben" (V. 17), „er ist nicht groß. Er ist nichtklein" (V. 18).

Erich Kästners Text scheint zwar nur eine Fotografie zu beschreiben, doch steckt weit mehr zwischen den Zeilen. In „Zur Fotografie eines Konfirmanden" wird ein Zustand bzw. eine Situation beschrieben, welche die meisten Menschen wahrscheinlich kennen. Ein Zeitabschnitt endet und damit steht man vor einem Neuanfang. Nun „scheint nichts zu sitzen" wie beim Konfirmanden und man muss sich erst wieder zurechtfinden und orientieren. Dies ist nicht immer einfach und deshalb hat man auch meist Angst vor Veränderungen. Der Autor will mit diesem Text vielleicht verdeutlichen, dass nichts für ewig hält und man genau deshalb jeden Moment ausgiebig genießen sollte.

 
 
 
 
Der Kommentar von Prof. Sabine Rampold

Hervorragende Leistungen sind an der HOB stets von großer Bedeutung!
Einige Schüler messen sich in verschiedenen Wettkämpfen oder Wettbewerben und gelangen nach erbrachter Leistung manchmal zu einer durchaus gerechtfertigten Bekanntheit, doch es gibt auch Schüler, die sich verhältnismäßig zurückhaltend Tag für Tag im Unterricht bemühen, fleißig mitarbeiten, vor allem ihre Hausaufgaben gewissenhaft erledigen und es somit im dagegen eigentlich recht unspektakulären Schulalltag zu wirklich nennenswerten Leistungen bringen.


Eine solche Schülerin ist Stephanie Weiss aus der Klasse  2 A-EU, die im Rahmen einer Hausaufgabe eine sehr gelungene Gedichtinterpretation verfasst hat, die wir hier vorführen möchten.


 
 
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