Die COP30-Simulation der 2A-SP und 2B-WM

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Was sonst oft abstrakt und weit entfernt erscheint, wurde für die Klassen 2A-SP (im Bild) und 2B-WM lebendig und greifbar. Im Rahmen eines fächerübergreifenden Projekts in Geographie und Deutsch schlüpften die Schüler:innen in die Rollen internationaler Delegationen und simulierten die Weltklimakonferenz COP30 in Belém.

Die Organisation und Leitung des Projekts übernahm der Geografielehrer Prof. Matthias Dalfovo. Unterstützt wurde er von den Deutschlehrpersonen Prof. Beate Cappello (2B-WM) und Prof. Anna Lena Huber (2A-SP), die das Projekt begleitend mitgestalteten. Ziel war es, die Schüler:innen für die drängenden Herausforderungen des Klimawandels zu sensibilisieren und zugleich ihre rhetorischen Fähigkeiten im Argumentieren und Debattieren zu stärken.

Prof. Dalfovo fasst zusammen:

Akribische Vorbereitung und professionelles Auftreten

Bevor die eigentlichen Verhandlungen begannen, stand eine intensive Recherchephase auf dem Programm. Jedes „Land" musste sich detailliert mit seinen nationalen CO₂-Emissionen, den aktuellen Klimazielen, wirtschaftlichen Abhängigkeiten und Forderungen an die Staatengemeinschaft auseinandersetzen.

Um die Simulation so realistisch wie möglich zu gestalten, traten die Schülerinnen und Schüler am Konferenztag in professionellen Business-Outfits auf, die zu ihrer Rolle als Regierungsvertretende oder Fachminister bzw. Fachministerin.

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Harte Verhandlungen: Zwischen Wirtschaftswachstum und Klimagerechtigkeit

Unter der souveränen Leitung der UN-Generalsekretärin startete die zweistündige Simulation. Nach kurzen Vorstellungsrunden ging es direkt in die hitzigen Debatten über. Dabei prallten die unterschiedlichsten globalen Interessen eindrucksvoll aufeinander:

  • Vertretende der von Überschwemmungen betroffenen Länder wie Bangladesch oder der Marshallinseln forderten als moralische Instanz Entschädigungen für erlittene Verluste und drängten auf sofortiges Handeln.
  • Schwellenländer wie Indien und Länder des Globalen Südens pochten auf ihr Recht auf wirtschaftliches Wachstum und forderten finanzielle Unterstützung von den Industriestaaten ein.
  • Wirtschaftsmächte und ölexportierende Nationen wie die USA oder Saudi-Arabien verteidigten hartnäckig ihre wirtschaftlichen Interessen und wehrten sich gegen sofortige Verbote oder Sanktionen.

Im Fokus der Verhandlungen standen insbesondere die Fragen nach dem endgültigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und möglichen Strafen für Länder, die ihre Klimaziele nicht einhalten.

Einigung in letzter Minute: Die Abschlussprotokolle

Wie in der realen Welt der Politik mussten auch hier Kompromisse geschlossen werden. Am Ende konnten beide Klassen erfolgreich Resolutionen verabschieden. Zu den wichtigsten Beschlüssen zählten:

  • Das 1,5-Grad-Ziel: Alle Vertragsstaaten bekannten sich klar dazu, die globale Erwärmung auf möglichst 1,5 °C zu begrenzen.
  • Ausstieg aus fossilen Energien: Es wurde ein schrittweiser Übergang weg von fossilen Energieträgern beschlossen, der die wirtschaftlichen und sozialen Realitäten der Länder berücksichtigt. Neue Kohlekraftwerke ohne CO₂-Abscheidung werden nicht mehr genehmigt.
  • Waldschutz: Die Wälder wurden als essenzielle CO₂-Senken anerkannt. Mit einem globalen Waldschutzfonds in Milliardenhöhe soll die Entwaldung bis 2035 gestoppt werden.
  • Finanzielle Hilfen: Der Ausbau finanzieller Unterstützung für besonders vom Klimawandel betroffene Länder und der „Loss and Damage"-Fonds wurden fixiert.

Das Projekt zeigte den Klassen eindrucksvoll, wie komplex, frustrierend, aber auch faszinierend internationale Zusammenarbeit sein kann.

 

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