2B-WM auf Spurensuche im Naturmuseum Vor einigen Tagen besuchte die Klasse 2B-WM das Naturmuseum in Bozen. Thema waren die Korallenriffe und ihre wichtige Rolle im Klimadrama, das sich vor aller Augen abspielt. Zwischen detailgetreuen Modellen, interaktiven Stationen und großen Infotafeln wurde schnell klar: Diese schillernden Unterwasserwelten sind weit mehr als nur Felsen im Ozean. Sie sind das Rückgrat eines der sensibelsten Ökosysteme unseres Planeten - und kämpfen derzeit vielerorts ums Überleben. Die Führung begann mit einer einfachen, aber eindringlichen Erkenntnis: Korallen sind Tiere. Lebewesen, die in großen Kolonien wachsen, winzige Kalkskelette bilden und ganze Unterwassergebirge erschaffen. Fische, Krustentiere, Schnecken - für viele bedeutet ein gesundes Riff schlicht Leben. Doch auch hier zeigt der Klimawandel seine Zähne. Steigende Meerestemperaturen führen zur so genannten Korallenbleiche, ein harmlos klingender Begriff für einen ziemlich fatalen Prozess. Wird das Wasser zu warm, stoßen die Korallen die Algen ab, die ihnen ihre Farbe (und die lebenswichtige Energie) geben. Zurück bleiben bleiche, sterbende Skelette. Besonders spannend war ein Exponat, das ein Korallenriff „vorher und nachher“ zeigte. Auf der einen Seite ein farbenfrohes Ökosystem - auf der anderen Seite ein blasses, lebloses Fragment. Die Schüler:innen konnten mit dem Exponat selbst arbeiten und Vergleiche ziehen. Der Besuch war aber nicht nur ein Abstieg in die Abgründe ökologischer Katastrophen, sondern auch ein Blick auf Lösungen. Die Ausstellung zeigte, dass es Hoffnung gibt. Forschungsprojekte arbeiten daran, widerstandsfähigere Korallen zu züchten und weltweite Schutzmaßnahmen zeigen erste Erfolge.