Digitales Chaos oder mehr Lebensqualität?

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Die zehnte Ausgabe des Global Forum Südtirol 2018 in der Eurac Research unter dem Titel "Smart Südtirol - digitales Chaos oder mehr Lebensqualität" zeigte anhand von Vorträgen dreier Experten die Entwicklung der Digitalisierung in Europa auf. Auch eine Abordnung der WFO Heinrich Kunter war bei der groß angelegten Tagung mit dabei. Im Bild (von links) Martin Marini, David Rungger (beide 4 B-WI), Simon Messner (5 A-WS),  Philip Pircher (5 A-WM), Prof. Christoph Buratti, Julian Bauer (5 A-WM), Julian Kröss (5 A-WM), Rainer Schanung (5 A-WS), Rudolf Röll (5 A-WM) und Prof. Anna Lageder.

 

10. Global Forum Südtirol 2018

Die Digitalisierung als Motor des Fortschritts ist in aller Munde. Sie bietet neue Möglichkeiten, um sowohl die Lebensqualität als auch die Partizipation und Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft zu fördern. Der Schulterschluss zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zur gemeinsamen und proaktiven Gestaltung der digitalen Herausforderungen wird wichtiger denn je. 

Hinter der Umsetzung steht jedoch ein grosses Fragezeichen. Auch in Südtirol. 

  • Wie sehen die Weichenstellungen für ein smartes Südtirol aus?
  • Wie können Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft von vielfältigen und einfachen digitalen Lösungen profitieren?
  • Wie können wir die Gesellschaft auf dem Weg zu einer e-Society mitnehmen, in der Vertrauen in digitale Technologien anstatt Angst und Unsicherheit herrscht?
  • Wie können wir durch eine einfache, moderne und effiziente Verwaltung, Gesundheit und Bildung die BürgerInnen in den Mittelpunkt rücken und mehr Lebensqualität schaffen?
  • Ist Bürokratie Schicksal oder Ergebnis einer Anhäufung falscher Entscheidungen und mangelnden Vertrauens?

Das 10. Global Forum Südtirol widmete sich in seiner Jubiläumsausgabe anhand einiger Beispiele diesen relevanten Zukunftsfrage.

Das digitale Wunderland Estland, mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern, zeigt was möglich ist. 

Alles lässt sich mittels e-ID digital und einfach erledigen - mit drei Ausnahmen: Heirat, Scheidung und Hauskauf. 

Facts & Figures: Es gibt ein Grundrecht auf Internetzugang, 88% der Esten nutzen Breitband-Internet, 98% besitzen eine e-Identity Card, 99% der Banktransaktionen und 98% der ärztlichen Verschreibungen erfolgen online, 96% geben die Steuererklärung online ab, 30% wählen online, 2% des BIP werden dank Digitalisierung eingespart, Grundschulkinder haben das Schulfach Programmieren (1. Platz bei Pisa-Studie), 2020 wird das Unterrichtsmaterial komplett digital sein, die Regierung (e-Cabinet) arbeitet papierlos, etc.

Dass ausgerechnet Estland zum Vorreiter in Sachen E-Government wurde, liegt nicht nur an mutigen und experimentierfreudigen Politikern und Bürgern, die ihrer Regierung und wandlungsfähigen Institutionen vertrauen, sondern auch an der überschaubaren Größe des Landes, wo die Wege kürzer sind und eine hohe Durchlässigkeit zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung besteht. Eine Parallele zu Südtirol?


Die Tagung in der Eurac Research

Taavi Kotka, der ehemalige Digitalisierungsminister Estlands, sprach zunächst über Estland als Vorreiter in Sachen E-Government. Anschließend berichtete Francesca Bria, Chief Technology and Digital Innovation Officer der Stadt Barcelona, über die Entwicklung der Digitalisierung in der katalanischen Hauptstadt. Zum Abschluss stellte der Vinschger Elmar Grasser, Chief Technology Officer der Sunrise Communications AG in Zürich, den Schweizer Weg von 4G zu 5G vor.

Durch den Nachmittag führten ein ehemaliger Schüler der WFO Bozen, Christian Girardi, Gründer und Organisator des alljährlichen Treffens, und die  aus Völs stammende Esther Mitterstieler, derzeit Chefredakteurin von "News" in Wien. Auch die über 300 Teilnehmer konnten sich an der Debatte beteiligen.

 

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