Spannende Tage im Podelta

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Die WFO Heinrich Kunter fördert Begabungen und besondere Leistungen einzelner Schülerinnen und Schüler. Seit dem Jahr 2016/17 bietet die WFO im Rahmen eines Projektes den Schülern der zweiten Klassen die Möglichkeit, sich über den curricularen Unterricht hinaus mit naturwissenschaftlichen, geografischen, wirtschaftlichen und historischen Inhalten auseinanderzusetzen. Ermöglicht wurde die Durchführung dieses Projektes durch die Stiftung Sparkasse, welche durch eine großzügige Unterstützung die individuellen Spesen der Schülerinnen und Schüler gesenkt hat. Auch heuer fand das Projekt klassenübergreifend für ausgewählte Schüler aller 2. Klassen statt. Es  mündete in einer Projektfahrt zum Podelta vom 8. bis zum 10. Mai 2019.

 

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Programmübersicht: Projektfahrt Podelta

Tag 1: „Die Mosaike von Ravenna“
Besichtigungen der wichtigsten UNESCO-Welterbe-Denkmäler: Basilica von San Vitale mit dem Mausoleum von Galla Placidia, das Baptisterium der Kathedrale von Ravenna, die Kirche Sant’Apollinare Nuovo. Die mit Wandmosaiken geschmückten ostgotischen und byzantinischen Kirchenbauten zeugen von der einstigen Bedeutung Ravennas als Handels- und geistiges Zentrum.

Tag 2: „Der Natur auf der Spur“
Fahrt zu den Naturparks des Podeltas. Die didaktische Aktivität umfasst das Erkennen und Bestimmen verschiedener Lebewesen, insbesondere Vogelarten („birdwatching“).

Tag 3: „Salz – das weiße Gold“
Am Nachmittag Besichtigung einer traditionellen und einer modernen Saline. Die Bedeutung des Salzes für die Speisekonservierung und für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Cervia stehen genauso auf dem Programm wie die einzelnen Phasen bei der Herstellung von Salz.

 

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Projektfahrt Podelta

Auch im heurigen Schuljahr konnten vom 8. bis 10. Mai 2019 zwanzig Schülerinnen und Schüler der 2. Klassen an der Projektfahrt ins Podelta teilnehmen. Begleitet wurden sie von Prof. Fabian Kostner und Prof. Juliska Ausserer.

Tag 1: „Die Mosaike von Ravenna“

Der Bus startete um 8 Uhr vom Siegesplatz in Bozen direkt Richtung Ravenna. Dort erhielten wir von unserer guide Marina eine geführte Besichtigung der Stadt mit seinen einzigartigen Kulturschätzen.
Ravenna ist eine Schatztruhe mit einer glorreichen Vergangenheit. Zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert war es nacheinander Hauptstadt zuerst des Weströmischen Reiches, dann des Gotenkönigs Theoderich (historisches Vorbild für Dietrich von Bern in den mittelalterlichen germanischen Heldensagen) und schließlich des byzantinischen Reiches in Europa.
Besichtigung der wichtigsten UNESCO-Welterbe-Denkmäler:
Die von Theoderich errichtete Kirche Sant’Apollinare Nuovo und die Basilica von San Vitale mit dem Mausoleum von Galla Placidia. Die mit äußerst beeindruckenden Wandmosaiken geschmückten ostgotischen und byzantinischen Kirchenbauten zeugen von der einstigen Bedeutung Ravennas als Handels- und geistiges Zentrum.
Bei der Besichtigung der Kirche San Francesco konnte eindrücklich ein Phänomen bestaunt werden, welches die Stadt seit jeher betrifft: der Untergrund der Stadt sinkt kontinuierlich ab. Der Grundwasserspiegel muss künstlich tief gehalten werden. Heutzutage passiert dies mit einem aufwendigen Pumpsystem.
Im Rahmen der Führung konnten wir auch das Grab von Dante Alighieri bestaunen. Wie uns unsere Stadtführung berichtete, besteht nach wie vor ein Streit um die Gebeine von Dante zwischen seiner Geburtsstadt Florenz und Ravenna, die Stadt, die ihn beim Schreiben der „Divina Commedia“ inspiriert hat und wo er gestorben ist. Wie Dante holten sich auch viele andere Künstler und Schriftsteller ihre Inspirationen in Ravenna, wie z.B. George Byron, Gustav Klimt und Gabriele d’Annunzio.

Tag 2: „Der Natur auf der Spur“

Nach dem Frühstück im Hotel Fahrt zu den Naturparks des Podeltas.
Aufgrund der äußerst schlechten Witterung mussten die Freiland-Aktivitäten ins Museo di Scienze Naturali NatuRa „Alfredo Brandolini“ in Sant’Alberto verschoben werden. Bei der Führung durchs Museum mit unserem guide Giovanni konnten die SuS sämtliche Vögel- und andere Tierarten des Naturparks Podelta anhand von präparierten Modellen kennenlernen. Abschließend traten 4 Teams gegeneinander an und versuchten bei der Auflösung eines Quizes die höchstmögliche Punktezahl zu erreichen.
Am Nachmittag hat sich das Wetter gebessert und per pedes ging es in die Valle di Comacchio. Nach einer kurzen Überfahrt mit einer Fähre konnten dort vor Ort die im Museum kennengelernten Vögel (Garzetta, Gruccione, Cavaliere d’Italia und natürlich die vielbestaunten Flamingos bzw. Fenicotteri), aber auch andere Tiere, wie z.B. eine Nutria und wilde Camargue Pferde bestaunt, beobachtet und fotografiert werden. Mit einem digitalen dichotomen Bestimmungsschlüssel konnten die einzelnen Gruppen noch typische Salzpflanzen (Halophyten, wie z.B. Salicornia) bestimmen.
Am Ende des Tages durfte das Team mit der höchsten Punkteanzahl mit einer kleinen Trophäe zurück in Hotel fahren.

Tag 3: „Salz – das weiße Gold“

Fahrt zum Besucherzentrum der Salinen von Cervia. Besichtigung einer traditionellen und einer modernen Saline. Die Bedeutung des Salzes für die Speisekonservierung und für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Cervia stehen genauso auf dem Programm wie die einzelnen Phasen bei der Herstellung von Salz.
Zunächst wurde den SuS im Museum genauer erläutert was man chemisch gesehen unter einem Salz (Natriumchlorid = NaCl) versteht und wie schrittweise aus dem Meerwasser andere nicht erwünschte Minerale wie Kalzium (Ca) und Magnesium (Mg) entfernt wurden.
Anschließend ging es hinaus zu den Salinen, wo die verschiedenen Becken mit zunehmendem Salzgehalt gesichtet wurden. In einem kleineren Bereich befindet sich auch noch eine traditionelle Salzgewinnungsanlage, wo freiwillige, ehrenamtlich tätige „Salinieri“ noch auf manueller Art und Weise Salz abbauen. Die Salinen befinden sich innerhalb des Naturparks Podelta und tragen zur Aufrechterhaltung der Artenmannigfaltigkeit dieses besonderen Lebensraumes bei.

Ziel dieses Projektes war es den SuS einen breitgefächerten Einblick zu bieten in neue Landschafts- und Naturformen. Sie konnten einen direkten Zusammenhang von historischen, ökologischen und ökonomischen Gegebenheiten eines Gebietes kennen lernen.

Ausblick: Da diese Projektfahrt bei den SuS auch in diesem Jahr einen sehr guten Anklang gefunden hat, würden es alle Teilnehmer*innen gutheißen, wenn diese oder eine ähnliche Form einer Projektfahrt im Biennium auch weiterhin im Tätigkeitsplan aufgenommen werden kann.

Juliska Ausserer

 

 

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