Sich auf zeitgenössische Kunst einlassen

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Kunst hautnah erleben, selbst interpretieren, vergleichen, auch sich selbst als Künstler- und Künstlerin versuchen: Die Klasse 5 A-WS der WFO Heinrich Kunter konnte in Begleitung der Lehrer Eva Gratl und Gerhard Pichler bei einem Besuch der Ausstellung "Body Check", welche die beiden Künstler Maria Lassnig und Martin Kippenberger im Dialog vorstellt, erleben, wie spannend Kunst der Gegenwart sein kann.

 

Das Museion stellt zurzeit zwei Künstler vor, die sich nicht kannten, in ihrer Malerei aber durchaus Parallelen aufweisen. In einer englisch-deutschen Führung stellten die Schüler und Schülerinnen selbst die Bilder mit einem Fragekatalog der Klasse vor, entdeckten so manche Details und lernten zwei Ausnahmetalente kennen.

Kippenberger ist vielen wegen seines Werkes „Zuerst die Füße“ bekannt, auch, wie sehr der Skandal um das Bild des gekreuzigten Frosches Südtirol über die Grenze hinaus in die Medien brachte.

Die Ausstellung im Museion hingegen legt den Fokus auf die Bedeutung des Körpers für beide Künstler und zeigt, wie „der eigene Körper zum Ausdruck einer schmerzvollen Welt- und Selbsterfahrung, der fragmentierte und dekonstruierte Körper zur Metapher für soziale und psychologische Konflikte wird“.

Bereitwillig ließen sich die Schüler auf die Interpretation der Werke ein, versuchten ihr eigenes Gesicht mit geschlossenen Augen zu malen, um den Körper hautnah zu erleben. Am Ende staunte man – bei der Betrachtung der Schülerwerke - wie manch einer der Schüler mit seiner Zeichnung Kippenberger und Lassnig nahe kommt.

 

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