Blick auf ein Land mit totalitärem Regime

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Geheimnisvolles Nordkorea: Ein Land, das wir nur aus Fernsehberichten, Büchern und Zeitungsartikeln kennen, hat Lukas Kindl (im Bild) im Rahmen einer Exkursion der Universität Innsbruck im Jahr 2011 bereist. Was er da so alles erlebte, wie es den Menschen dort geht, wie sehr die staatliche Propaganda das Leben bestimmt, konnte drei Klassen der WFO Bozen im Rahmen eines Vortrags in der Bibliothek des Hauptsitzes erfahren.


Nordkorea  ist ein streng bewachtes Land mit einem unheimlichen Führerkult. Trotzdem bot Lukas Kindl auch kleine Einblicke abseits von offiziellen Vorgaben, die ein Reisender dort zu befolgen hat. Möglich war dies, da er heimlich kleine Videos drehte. Da putzen Menschen hockend die Straßen, diese sind meist frei von Autos, es gibt keine Werbung – ganz ungewohnt, wie Lukas Kindl betonte –, es gibt Drehrestaurants, die nie in Betrieb genommen werden, Statussymbole, soweit das Auge reicht.

Lukas Kindl vertiefte auch die Geschichte des Landes und die Probleme, die es nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Staaten heute hat. Man erfuhr, dass es in Nordkorea einen eigenen Kalender gibt: Juche 1 ist das Jahr 1912. Und passend dazu gibt es in Pjöngjang den Juche Turm: 170 Meter hoch ist er, ein Denkmal wie viele andere, das bei der Betrachtung Gänsehaut auslöst. Genauso wie das Stadion 1. Mai: Das größte Stadion der Welt. Es hat 150.000 Plätze und die Paraden dort - Lukas Kindl wohnte einer Aufführung bei – bieten ein ganz unglaubliches Bild. Menschen, vor allem Kinder, bewegen sich wie Roboter nach einem strengen Programm mit unglaublicher Präzision und huldigen ihrem Herrscher.

 

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Lukas Kindl

 

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Die WFO-ler beim Vortrag in der Bibliothek.

 

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Interessanter Vortrag für die Klassen 4 A-WM, 4 B-WS und 5 A-SP.