Besuch bei Langzeitkranken im Pflegeheim

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Wir, die Klasse 3 A-SP, haben kürzlich einen besonderen Lehrausgang unternommen und wir sind unserem Professor Vasyl Demchuk dankbar, dass er mit uns das Langzeitpflegeheim in Firmian besucht hat. Dieses Pflegeheim, das seit dem Jahr 2000 besteht, kümmert sich um Personen, die an unheilbaren Krankheiten wie z.B. Alzheimer leiden, oder Personen, welche nach einem Unfall nicht mehr zu Hause gepflegt werden können, z.B. Komapatienten.


Patienten, die ins Langzeitpflegeheim geschickt werden werden ihr restliches Leben, das heißt die Zeit bis zu ihrem Tod, dort verbringen. Der Direktor Dr. Paolo Giuliani, die Pflegedienstleiterin Kaczor Margorzata und der zuständige Koordinator der Freiwilligen der Caritas Hospizbewegung, Dr. Renato Decarli, führten uns durchs Haus, welches in fünf Sektionen unterteilt ist.

Wir besuchten zunächst die Station 1, in der hauptsächlich Alzheimerpatienten betreut werden. Dort leben vor allem ältere Menschen, welche durch ihre neurodegenerative Krankheit Gedächtnisprobleme und Verhaltensstörungen aufweisen. So hatte zum Beispiel eine alte Dame eine Puppe bei sich, mit der sie sich anscheinend wie eine Mutter, die sich um ihr eigenes Kind kümmert, fühlt.

Dann besuchten wird die Station 5, in der vor allem Wachkomapatienten leben. Auf dieser Station befinden sich im Gegensatz zu den anderen auch jüngere Personen. Die Verantwortlichen führten uns herum und zeigten uns die Medikamentenschränke und andere Utensilien.

Danach gingen einige unserer Klasse in Begleitung einer Krankenschwester ins Zimmer einer Komapatientin. Wir Schüler waren zutiefst beeindruckt vom Anblick dieses jungen Mädchens, von dem wir nicht wissen, ob und in welcher Form es uns wahrgenommen hat. Einzelne Patienten dieser Abteilung schienen sich zu freuen, so winkte uns ein älterer Herr z. B. zu und gab einer von uns sogar die Hand.

Im Anschluss daran haben wir uns in einem Saal versammelt und Dr. Giuliani, die Pflegedienstleiterin und Dr. Decarli haben noch unsere Fragen beantwortet, z. B. zum Thema Suizid und wie Patienten bzw. deren Familien mit dieser Situation umgehen. Unsere Fragen wurden ausführlich beantwortet und wir bekamen so einen besseren Einblick in die Psyche der Patienten.

Sehr bewegt beendeten wir schließlich unseren Besuch und viele Eindrücke und Fragen werden uns wohl noch lange beschäftigen: Was bedeutet es für mich, hautnah Menschen in solchen Lebenssituationen zu sehen und ihnen zu begegnen?

Ist es Teil auch unserer Verantwortung, solche Schicksale nicht zu ignorieren und die Betroffenen noch als Menschen wahrzunehmen und wertzuschätzen? In ihren Augen würden sich unsere Augen spiegeln und die „schützende Trennung“ zwischen dem ICH und dem ANDEREN werde ganz dünn, meinte Prof. Demchuk abschließend.

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