Hoher Besuch beim Treffen Schule-Wirtschaft

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Über hohen Besuch konnten sich die Schülerinnen und Schüler der 4 B-WS am 26. Jänner 2017 während ihrer Arbeit in der ÜFA freuen. Im Rahmen der Pressekonferenz "Zusammenarbeit Wirtschaft-Schule" machten die Gäste auch der Übungsfirma ihre Aufwartung. Landesrat Philipp Achammer, Handelskammerpräsident Michl Ebner, Schulamtsleiter Peter Höllrigl und viele weitere Gäste zeigten sich von den Vorträgen der WFO-Schülerinnen und von der Arbeit der 4 B-WS in der ÜFA beeindruckt. Im Bild (v. l.) Daniela Pöhl, Jasmin Vieider, Sandra Wiedenhofer und Nicole Gamper mit Landesrat Achammer.

 

Zum Auftakt der Pressekonferenz stellte Dir. Barbara Pobitzer die WFO Heinrich Kunter vor und berichtete von der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Sie sprach über die Übungsfirma, das Betriebspraktikum, die Bewerbungsgespräche und die seit Jahren bestehende Zusammenarbeit mit der Handelskammer und dem Unternehmerverband. Große Bedeutung komme auch der Förderung der Sprachkenntnisse zu, meinte sie. "Seit 3 Jahren führen wir mit der Nachbarschule ITE Battisti einen Lehreraustausch durch, dazu bereiten wir die Schüler auf die Zweisprachigkeitsprüfung vor. Wir haben gemeinsame Klassentreffen mit der ITE und eine gemeinsame Schulband. Auch die Fremdsprachen Englisch, Französisch und Spanisch werden stark gefördert, u.a. mit dem Erwerb der Bescheinigung First Certificate. Seit 30 Jahren führen wir zudem einen Austausch mit einer Schule in Buffalo durch. 12 Schüler fahren jedes Jahr für drei Wochen in die USA, später kommt der Gegenbesuch. Die WFO wird sich auch weiterhin bemühen,  auf die Forderungen der Wirtschaft einzugehen. Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft  wird immer wichtiger:  So fließt u.a. das Betriebspraktikum ab dem nächsten Jahr in die Maturanote ein", meinte Pobitzer.

"Der Zusammenarbeit Schule-Wirtschaft kommt eine immer größere Bedeutung zu. Und ein frühzeitiges Kennenlernen schafft Kompetenzen", meinte Handeskammerpräsident Michl Ebner in seiner Stellungnahme. "Gute Sprachkenntnisse sind eine Notwendigkeit, eine kulturelle Bereicherung und ein ökonomischer Mehrwert. Auch die Euregio kann nicht funktionieren, wenn sich die Menschen nicht verständigen können. Deutschkenntnisse im Trentino und Italienischkenntnisse in Tirol sind da von großer Wichtigkeit. Die Betriebspraktika halte ich für eine eine absolut positive Initiative. Früher war eine gewisse Resistenz da. Jetzt hat man erkannt, dass die Sichtweise der jungen Leute von außen für die Betriebe äußerst befruchtend ist."

"Laut einer EU-Vorgabe sollten die Bürger neben der Muttersprache zwei Fremdsprachen beherrschen. Diesem Ziel kommen wir in Südtirol immer näher. Die Mehrsprachigkeit stellt einen enormen Reichtum dar - dem ist sich unsere Schule bewusst", meinte Landesrat Philipp Achammer. "In Italien gibt es derzeit eine Jugendarbeitslosigkeit von 36 Prozent. In Südtirol liegt sie zum Glück auf einem wesentlich tieferen Niveau. Dazu trägt auch unsere duale Ausbildung bei, die in Italien immer mehr Nachahmer findet.  Auch die Betriebspraktika spielen eine große Rolle. Ganz allgemein ist eine gute Zusammenarbeit der Schule mit der Wirtschaft unabdingbar."

Sichtlich beeindruck zeigten sich die Gäste von den Erzählungen der WFO-Schülerinnen Julia Depaoli (5 A-WS) und Nadia Kompatscher (5 B-WS). Die beiden berichteten von ihren Erfahrungen beim Betriebspraktikum in Busto Arsizio, das sie vor einem Jahr in der lombardischen Stadt absolviert haben. "Diese zwei Wochen waren für uns äußerst interssant und bereichernd. Wir haben viele Menschen kennengelernt, Freunde gewonnen und dazu eine für uns völlig neue Welt entdeckt", meinten Julia und Nadia.

Für Südtirols Topfirma Loacker berichtete Magdalena Wild von den Erfahrungen mit den Betriebspraktikanten - auch jenen aus Busto Arsizio, die Jahr für Jahr zum Gegenbesuch nach Südtirol kommen. Viele WFO-Schüler haben in den letzten Jahren die Möglichkeit zu einem Praktikum am Ritten wahr genommen.

Im zweiten Teil der Pressekonferenz stellten die Mitarbeiter der Handelskammer Bozen und des Deutschen Bildungsressorts die Ergebnisse des Workshops "Zukunftswerkstatt Schule-Wirtschaft", der im Herbst 2016 stattgefunden hatte,  vor (siehe Bericht unten). Anschließend konnten sich die Gäste direkt vor Ort über die Arbeit in der Übungsfirma informieren. Die Schülerinnen und Schüler der 4 B-WS sowie Prof. Evelyn Bosin und Prof. Silvia Prousch informierten die Besucher über die Tätigkeiten der einzelnen Abteilungen.



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Am Rednertisch: Michl Ebner, Philipp Achammer und Dir. Barbara Pobitzer.

 

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Georg Lun vom WIFO der Handelskammer referierte zum Thema Zusammenarbeit Wirtschaft-Schule.

 

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Julia Depaoli (5 A-WS/links) und Nadia Kompatscher (5 B-WS) stellten das Betriebspraktikum in Busto Arsizio vor.

 

 

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Alfred Aberer, Michl Ebner, Philipp Achammer, Barbara Pobitzer, Peter Höllrigl, Julia Depaoli bei der Pressekonferenz.

 

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Prof. Silvia Prousch mit ihren Schülern in der ÜFA.

 

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Überzeugte Achammer, Ebner und Co.: Jasmin Vieider.

 

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In der Übungsfirma: Franziska Lunger am Empfang.

 

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Interessierte Zuhörer: Annalena Schmittner berichtet von der Arbeit in ihrer Abteilung.

 

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Beim Small Talk: Barbara Pobitzer, Michl Ebner, Philipp Achammer, Silvia Prousch und Evelyn Bosin.

 

 

Die Presseaussendung der Handelskammer

Handelskammer und Bildungsressort bringen Schule und Wirtschaft näher zusammen

Donnerstag, 26 Januar, 2017

Auf Anregung des Bildungslandesrats Philipp Achammer hat die Handelskammer Bozen gemeinsam mit dem Deutschen Bildungsressort die Veranstaltungsreihe „Zukunftswerkstatt Schule – Wirtschaft“ durchgeführt. Ziel der Workshops in Bozen, Meran und Bruneck war, Vertreter/innen der Schulen und der Unternehmen zusammenzubringen, damit ein fruchtbringender Austausch zu aktuellen Themen im Bereich der Zusammenarbeit erleichtert wird. Die Teilnehmer/innen haben ihre Wünsche und Visionen zur Kooperation Schule – Wirtschaft diskutiert sowie Vorschläge für Maßnahmen eingebracht.

Eine intensive Zusammenarbeit der Schulwelt mit der Wirtschaft hat positive Auswirkungen auf die Chancen der Jugendlichen am Arbeitsmarkt: Zum einen werden den Schüler/innen wirtschaftliche Kompetenzen und Praxiserfahrungen vermittelt. Zum anderen erhalten Unternehmen einen besseren Einblick in die Lehrpläne der verschiedenen Fachrichtungen. Außerdem erfahren Schüler/innen was die Bedürfnisse der Unternehmen an ihre Mitarbeiter/innen sind. Gerade das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung, die typisch für die deutschsprachigen Länder ist, zeigt, dass durch intensive Zusammenarbeit zwischen Auszubildenden und Unternehmen eine niedrige Jugendarbeitslosigkeit sichergestellt werden kann.

In Südtirol funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft bereits seit Jahren gut. Trotzdem gibt es zahlreiche Anpassungs- und Verbesserungsvorschläge, die bei der Zukunftswerkstatt vorgebracht und diskutiert wurden. Insgesamt haben sich 150 Personen an den Gesprächstischen der Veranstaltungsreihe beteiligt. „Diese Zukunftswerkstatt soll die bereits gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft stärken und Schwerpunkte für die weitere Arbeit setzen“, betont Landesrat Philipp Achammer.

Hier die wichtigsten Themen und Ergebnisse der Zukunftswerkstatt: Die Orientierung hin zum Berufs- und Arbeitsleben ist allen Teilnehmer/innen ein großes Anliegen. Besonders das Praktikum und die Betriebserkundungen werden als sehr wertvoller Baustein der Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft betrachtet. Handelskammerpräsident Michl Ebner unterstreicht die Wichtigkeit der Mehrsprachigkeit: „Die Fähigkeit mehrere Sprachen zu beherrschen, ist für Bürger/innen und Wirtschaft sehr wichtig, daher muss die Mehrsprachigkeit konsequent gefördert werden“. In der dualen Ausbildung sollten sich alle Partner für eine Steigerung des Images einsetzen. Schließlich stellen die Unternehmen einen deutlichen Fachkräftemangel fest, welcher nicht nur die Schule, sondern auch die Betriebe fordert. Die laufende berufsbegleitende Weiterbildung der Mitarbeiter/innen wird deshalb immer wichtiger.

Die Zusammenfassung der Ergebnisse steht auf der Website www.handelskammer.bz.it zum Download bereit. Ansprechpartner für Fragen dazu sind Georg Lun vom WIFO der Handelskammer, Tel. 0471 945 708, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Hanno Barth, Deutsches Bildungsressort, Bereich Innovation und Beratung, 0471 417236, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

 

 

 

 

 

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