Wenige Höchstnoten für Südtirols Maturanten

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Das Problem ist seit 20, 30, ja sogar 40 Jahren bekannt - geändert hat sich in all dieser Zeit aber nichts: Südtirols beste Maturanten müssen sich bei der staatlichen Abschlussprüfung mit deutlich niedrigen Bewertungen zufrieden geben als ihre Schulkollegen in den übrigen Regionen Italiens. Diese Tatsache spiegelt sich auch in der am 10. August vom Unterrichtsministerium veröffentlichten Abschluss-Statistik zur Matura 2016 wieder. So wurde etwa in Südtirol im Juli 2016 nur elf Mal die Höchstnote "100 mit Auszeichnung" vergeben, in der Region Apulien  (bei achtfacher Einwohnerzahl) gleich 934 Mal. Im Bild einige Schülerinnen und Schüler der 5 B-WS mit Prof. Evelyn Bosin bei der Absolventenfeier. Links außen Franziska Kössler, eine der elf Südtiroler Absolventinnen und Absolventen mit der Höchstnote "100 mit Auszeichnung".



Von den beinahe 500.000 Fünftklässlern in Italien wurden heuer 96% zur Prüfung zugelassen. 99,5% von ihnen haben die Matura bestanden. In Südtirol lagen die Vergleichswerte ähnlich hoch: An den deutschsprachigen Oberschulen wurden  mehr als 98% der Schülerinnen und Schüler zugelassen, 99,6% haben die Matura positiv abgeschlossen.

Andere Ergebnisse erbringt ein Vergleich der hohen Punktezahlen. In Italien stieg der Anteil der "Hunderter" von 4,9 auf 5,1 Prozent. Die Höchstnote "100 mit Auszeichnung" wurde heuer an 5133 Maturanten (1,1%) vergeben. In Südtirol gab es insgesamt 97 "Hunderter" (2,5%), 68 an den deutschen Schulen, 28 an den italienischen und einen an den ladinischen Schulen. Den Höchstwert "100 mit Auszeichnung" erhielten zehn Schülerinnen und Schüler der deutschen Schulen und ein Absolvent aus Ladinien (insgesamt 0,3%).  An den italienischsprachigen Schulen wurde die höchste Bewertung in diesem Jahr nicht vergeben.

Mit 934 Mal "Hundert mit Auszeichnung" führt die Region Apulien die Rangliste der Höchstnoten klar an. An zweiter und dritter Stelle folgen zwei weitere süditalienische Regionen, Kampanien (713) und Sizilien (500). Südtirol liegt mit 11 höchsten Auszeichnungen an letzter Stelle (Anmerkung: Die Ergebnisse der Region Aosta lagen in der Auswertung des Ministeriums noch nicht vor).

Das gute Abschneiden der süditalienischen Regionen lässt sich anhand anderer Vergleichszahlen nicht erklären. Bei den alljährlich in den zweiten Klassen der Oberschule durchgeführten Invalsi-Tests und beim internationalen Pisa-Test schneiden die Regionen Norditaliens deutlich besser ab als der Süden.


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Auch im Verhältnis zur Einwohnerzahl lag die Region Apulien in der Wertung der Höchstnoten deutlich vorne. Bei 4,1 Mio. Einwohnern gab es 934 "Hunderter mit Auszeichnung", dies entspricht einem Anteil von beinahe 23 Höchstnoten pro 100.000 Einwohner. Südtirol liegt auch in dieser Rangliste mit 2,11 an letzter Stelle. Gestreng bewertet wurden auch die Maturanten der Regionen Lombardei (3,00) und Friaul Julisch Venetien (3,42). Das Trentino liegt mit 4,46 an viertletzter Stelle unter den 20 Regionen Italiens.

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Bei den hohen Werten zwischen 91 und 99 Punkten rangiert das Gesamtstaatsgebiet (8,6%)  ebenfalls vor Südtirol (5,7%).

Interessant ist auch ein Vergleich der Tiefstnote 60: Diese wird in Italien (8,0%) deutlich öfters vergeben als in Südtirol (3,4%). Auch bei den Werten zwischen 61 und 70 Punkten liegt Italien (28,9%) vor Südtirol (25,5%).

 

Der Abschlussbericht des Unterrichtsministeriums.


Bericht der Tageszeitung Dolomiten.

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